Gesundheit im Taekwon-Do

Gefahr der Hüftarthrose

In einer Hüftstudie, welche auf der Homepage des Bayerischen Karate Bundes (BKB) publiziert wird, wird aufgezeigt das Kampfsportler mit einer entsprechenden Prädisposition ( dt. Veranlagung, z.B. verdickter Schenkelhals) ein erhebliches Risiko für eine Hüftgelenksarthrose haben.

 

Welche Bedeutung hat das für Kampfsportler?

Laut Aussagen der Studienleiter ist "im Hinblick auf die mögliche belastungsbedingte Fehlentwicklung der Hüfte (....) zu empfehlen, auf tiefe Beinstellungen mit starker Hüftrotation und auf Fusstechniken in Kopfhöhe (Jodan-Bereich) zu verzichten."

und weiter

"Bei Erwachsenen mit Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk, die eine stilgerechte Ausführung von Beintechniken oder Beinstellungen erschweren, sollte darauf verzichtet werden, diese im Training oder in einer Gürtelprüfung zu verlangen."

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Sportler, auch Junge, auf ein solches Risiko hingewiesen werden.

Hier noch der Link zur Studie: https://www.dropbox.com/s/len9vephh56oruq/Hueftstudie.pdf

Sun Beh Taekwon-Do

Sun Beh Training im Taekwon-Do

Nachfolgend ein Auszug aus dem Handbuch"Taekwon-Do für erfahrene Menschen im Kampfsport" von Fadri Erni

Das Dehnen des Körpers ist besonders wichtig, je älter man wird. Disziplin und Wiederholungen erhalten den Körper geschmeidig. Das Denken und Gedächtnis werden gefördert, durch das Ausführen von festgelegten Abläufen. Wiederholungen speichern sich im Zellbewusstsein ab, was bei einer möglichen Verteidigung sicher von Nutzen ist.

 

Ziele im Sun Beh Training

In jedem Alter ist es wichtig ein Ziel vor Augen zu haben. Man kann auch von den drei Säulen der Gesundheit sprechen.

 

  • Selbstverteidigung:

Voraussetzung für eine gute Selbstverteidigung ist immer ein Gleichgewicht von Körper und Geist, also rasche Reaktionfähigkeit, koordiniertes Vorgehen und zielgerichtetes Handeln. Ähnlich funktioniert auch unser Immunsystem. Darum heisst Selbstverteidigung auch den Körper gesund erhalten.

Der Weg in der Kampfkunst ist ein körperlicher Weg. Deswegen steht auch der kämpferische Aspekt in der Ausübung der Hyong. Hyong ist auch ein Weg zur Selbstverteidigung (Hosin Sul).  Kampf, meint aber auch den Kampf gegen sich selber.

 

  • Körperbewusstsein: Soweit als möglich den Körper geschmeidig erhalten und fördern.

Mit zunehmenden Alter sollten wir der körperlichen Verfassung entsprechend mit leichteren Übungen beginnen, die man langsam und vorsichtig steigern kann. Wer sich immer körperlich bewegt, für seine Fitness engagiert und für Harmonie im Leben sorgt, dessen Körper und Geist können bis zu 20 Jahre jünger sein als das biologische Alter. 

Der moderne Mensch lebt mit vielen Belastungen, Sorgen und Druck, was sich auf seinen Energiehaushalt direkt auswirkt, vor allem auf das Verhältnis von Feuer- und Wasserenergie. Der Motor der Feuerenergie ist das Herz, der Motor der Wasserenergie sind die Nieren. Wen beide gut zusammenarbeiten fühlt sich der Mensch wohl. Ein Zuviel an Feuerenergie macht sich mit Hitze bemerkbar, welches die Wasserenergie senkt und die Organe schädigt (Kopf – und Augenschmerzen, trockene Schleimhäute). Der Körper reagiert mit Nervosität und Unruhe.

Ein Zuviel an Wasserenergie macht sich durch eine tiefere Körpertemperatur, frieren und anschwellen von Händen und Füssen. Der Körper reagiert mit Müdigkeit.

Das freie Fliessen der Lebenskraft (koreanisch; Ki) ist die Grundvoraussetzung für Gesundheit.

Taekwon-Do als Kampfkunst beinhaltet in seinen Formen (Hyong) neben technischen und taktischen Inhalten auch gesundheitsfördernde Aspekte.

 

  • Geistesbewusstsein: Die Flexibilität des Gedächtnisses erhalten und fördern. Je klarer der Fokus, um so mehr kann in Bewegung kommen.

 

             Fokus

             In jedem Alter ist es wichtig ein Ziel vor Augen zu haben.

Dazu gibt es drei Verhaltensformen,  welche wenn sie in Balance sind, uns stark und gesund machen. Steinkraft- Sandkraft- Wasserkraft.

 

Von den Steinen lernen

Die Steinkraft weckt das Durchhaltevermögen in uns, sie macht uns stark und widerstandsfähig. Wir brauchen sie wenn wir Ziele erreichen wollen, in allen Situationen in denen Geduld gefragt ist. Sie führt zu Entschlossenheit und Willensstärke. Die Kehrseite der Steinkraft ist die Versteinerung, welche sich Veränderungen und Anpassungen verschliesst. Körperlich zeigt sich das in fehlender Flexibilität und Sturheit.           Einem Zuviel an Steinkraft können wir mit Übungen zu Leibe rücken, die flexibel und beweglich machen.

 

Vom Sand lernen

Sandformationen verändern sich ständig; sie können leicht von wind und Wasser weggetragen werden. Ihre Existenz ist also stetigem Wandel unterworfen. Sand poliert den Stein, macht in glatter.  Wenn wir Sandburgen bauen, lernen wir bald, dass da nichts dauerhaftes entsteht. Dies zu beobachten lehrt uns , dass Bewegung zwar zu Dynamik führt, doch auch zu Umwandlung und Änderungen, die wenig vorhersehbar sind. Als ein Spiel, das uns Bescheidenheit, Mässigkeit und begrenzte Machbarkeit lehrt, mögen wir uns daran erfreuen.

 

Vom Wasser lernen

Das Wasser ist die Basis des Lebens; es kann verschiedene Aggregatszustände (Eis, Schnee, Dampf) annehmen, ist also sehr anpassungsfähig. Gleichzeitig gilt:“Steter Tropfen höhlt den Stein“, was bedeutet das dem einzelnen Tropfen, so klein und unbedeutet er auch sei, eine prägende Kraft innewohnt. Übertragen meint dies, dass beständiges Üben zum Ziel führt. Es muss immer in Bewegung gehalten werden, gestautes Wasser wird ungeniessbar. Alles ist im Fluss, nicht ist beständig. Wer aber zu sehr von der Wasserkraft geleitet wird, lässt sich leicht wegreissen. Es fehlt an Mitte und Stabilität. Mit dem Strom schwimmen, meint gedankenlose Übernahme von Meinungen. Wer aber immer gegen den Strom schwimmt, will sich selbst behaupten und verbraucht viel Energie dabei.

Wir sind im Fluss, solange wir uns nicht von den Strömungen wegreissen lassen oder dauernd gegen den Strom schwimmen. Harmonie entsteht, wenn wir uns ruhig wie fliessendes Wasser ohne Spannung und Aufgeregtheit im Leben bewegen. Tiefes Wasser bewegt sich sanft und lässt Raum für Entfaltung.

          

Die Betrachtung der Natur mit ihrem ständigen Wandel und deren Gesetzmässigkeiten ist die Grundlage uralter Rituale. Dies führte zu verschiedenen philosophischen Richtungen, in China z.B zum Taoismus.

Eines der wichtigsten Denkmodelle im Taoismus ist das von Yin und Yang (Um und Yang in Korea). 

Wenn Yin und Yang (scheinbare Gegensätze) in Harmonie zusammenkommen, entsteht Ki (Lebenskraft, auch Lebensenergie). Diese wollen wir im Training entwickeln.

 

 

Fokus im TKD Sun Beh Training

 

Teamwork

 

Jung und Alt vereinen. Die Jungen lernen von den älteren Menschen, wie die Ältern von den jungen Menschen. Gemeinsam sind wir stark.

 

Kontrolle

 

Den Körper besser kennen lernen, was tut ihm gut, was nicht. Was der Mensch kennt, kann er besser kontrollieren. Einteilung der Kräfte, wie das Erkennen wie viel Kraft in einem steckt.

 

Balance

 

Gleichgewicht ist ein grosser Bestandteil im Taekwondo. Gleichgewichtsübungen fördern die innere Balance, was zur grösseren inneren Ruhe führt.

 

Erinnerung

 

Wiederholungen sind ein „Muss“! Das Zellbewusstsein erinnert sich durch Wiederholungen, was einem Umprogrammieren gleicht. Der Körper erinnert sich an Aktivität. Durch das „Tun" erhalten wir den Körper geschmeidig und jung.

 

 

 

Disziplin

 

Disziplin ist der einzige Weg der den Menschen weiter bringt. Eigenverantwortung dem Körper gegenüber. Nicht zu denken, jetzt bin ich Alt und kann nichts mehr erreichen, sondern: Klarheit schaffen! Im schaffen, praktizieren, ausführen, üben, üben. Ich bin und ich kann! Der Lohn ist gross, so fühlt man sich wieder Jung und nimmt im Leben „Voll und Ganz“ teil.

 

Fitness

 

Sicher ist! Das Sport in jedem Alter ein guter Ausgleich im täglichen Leben bietet. Das besondere im Taekwondo:

Körper, Geist und Seele werden aktiv angewendet.

 

 

Gesundheit

 

Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Darum wollen wir im Taekwon-Do Sun Beh diese Gesundheit schützen und stärken.

Taekwon-Do als asiatische Kampfkunst  besitzt als philosophische Grundlagen die gleichen wie die asiatisch-energetische Medizin sie nützt . Deren Grundlagen besagen, dass Krankheit aus Blockaden und Disharmonien entsteht. Deshalb ist ein Fokus im Taekwon-Do, der Lebenskraft (Ki) zu ermöglichen frei zu fliessen.

 

 

Trainingsinhalte

 

  1. 1.     Lockeres Aufwärmtraining: Wichtig sind Dehnübungen und Muskelaufbauübungen.
  2. 2.     Ki-Training: Ki (oder chin. Chi) ist die universelle Lebenskraft, die unseren Körper durchfliesst. Diese zu stärken ist mein Hauptziel im Ü40 Training. Dies will ich mit Chi-Gong- Übungen, Atemübungen aus dem Do-In (Dao-In) und den „18 Edlen Übungen der alten Meister“ einer Übungsform ähnlich den 1-Schritt und Hosin-Sul in Kombination von Ki-Übungen aus dem Jukuren (einem speziellen Training für „ältere“ Karatekas).
  3. 3.     Hyong- Formen-Training: Unser wichtigstes Trainingsziel. Üben der verschiedenen Hyongs mit Schwergewicht auf richtige Technik, Atmung und Anwendung in der Selbstverteidigung (Taekwon-Do Hae Sul).
  4. 4.     Hosin Sul: Verschiedene Selbstverteidigungstechniken
  5. 5.     Hwal In Sul (Gesundheitstraining): Wir bringen in loser Folge verschiedene Techniken für eine gesunde Lebensführung, mit ins Training hinein. Stichworte hierzu sind: Chi-Gong, Do-In, Reiki, Matrix-Avatara ,Yoga  und vieles mehr.
  6. 6.    Philosophie des Taekwon-Do
  7. 7.     Cooling down: Zum Abschluss massieren wir unseren Körper und relaxen alle Muskeln. 

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Neueste Kommentare

24.06 | 20:00

Tolles Foto))) gratuliere zur tollen Site!! gruess renato

...
17.03 | 23:03

super sach worda

...
03.02 | 21:22

Hallo
gefällt mir

...
06.01 | 01:13

Wasser nimmt alle Formen an und kann alles umfliessen. Es ist das wundervollste Element im Universum.

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